"Die Erde hängt über mir, unter mir sind die Sterne."

Dieser Satz, gesprochen von dem deutschen Astronauten Rheinhold Furrer ist Inspiration genug, einmal das Berufsbild des Astronauten innerhalb der Space Odyssey vorzustellen.

Die Technik, die Astronauten und Kosmonauten ins All bringt, steht immer wieder im Vordergrund einer Geschichte zur Raumfahrt, nur werden die Menschen dabei schnell vergessen, die es gilt zu befördern.

Kaum jemand in der heutigen Generation kennt die Männer, die auf dem Mond gelandet sind. Gut- der erste wird einem gerade noch so einfallen (Neil Armstrong 1969), aber wie heisst der letzte Astronaut auf dem Mond? (Kleiner Tipp: Schauen Sie mal im "Space Special" nach. Dann wissen Sie es.) Das weiss kaum jemand.

 Auch kennt keiner die vielen europäischen Astronauten, die es gibt, auch wenn es nicht soviele sind, wie die Amerikaner und Russland zu bieten haben, denn schliesslich ist die bemannte Raumfahrt in Europa noch sehr jung.

Grund genug, hier einmal das Bild des "Jobs Astronaut" vorzustellen und zu beschreiben. Vielleicht liest zur Zeit jemand diese Zeilen, und wird in vielleicht 20 Jahren als erster Mensch seinen Fuss auf den Mars setzen?

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How to be an Astronaut in Europe


 



 


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Short Term Training - Ausstieg aus der Soyouz-Descent Capsule - (c) 2002 by Medienservice Michael Schultz Medienservice, BremenAls ich im Februar 2001 diese Sektion "neu eröffnete", musste ich natürlich viele Dinge erst einmal suchen, die das Berufsbild des Astronauten besser darstellen konnten. Ich verbrachte einige Stunden damit, Informationen zusammenzusuchen, die für die verschiedenen Nationen gelten. Wie man sieht, bin ich für das europäische Astronauten-Korps und die Ausbildung der Amerikaner fündig geworden.

Für Russland ist und war es sehr schwierig, Informationen über den Werdegang eines Kosmonauten zu erfahren. Einige Dinge besaß ich, die jedoch nicht ausreichten, um genauso in der Art und Weise zu beschreiben wie für Europa und Amerika.

In dieser Zeit hätte ich mir niemals zu träumen gewagt, im September des selben Jahres selbst zu erfahren, was russische Astronauten leisten müssen. Am 12.09.2001 begann meine Reise nach Russland, wo ich die einzigartige Chance hatte, nicht nur kurz "Star City" zu erkunden, sondern auch  als erster "Civilian Participiant" an einem Teil des "Basic Trainings" der russischen Kosmonauten teilzunehmen, dem "Water Survival Training" in Sochi am Schwarzen Meer.

Zünden des Leuchtsignals "Tag" nach dem Notausstieg aus der Descent Capsule - (c) 2002 by Medienservice Michael Schultz, Bremen7 Tage lang saß ich im wahrsten Sinne des Wortes in einem "Boot" oder vielmehr einer "Descent Capsule", mit einem Team von internationalen Astronauten und Kosmonauten. Hier hatte ich das erste Mal die Gelegenheit, mit dem "How to be an Astronaut"  nicht nur theoretisch, sondern auch  praktisch auf Tuchfühlung zu gehen. Die russischen Soyouz-Raumschiffe landen ja bekanntlich in der Steppe von Kasachstan auf dem Land. Da die Erdoberfläche nun aus 75 % Wasser besteht, ist die Wahrscheinlichkeit im Falle einer Fehlfunktion sehr gross, das die Kapsel im Wasser niedergeht. Für einen solchen Ernstfall müssen die Kosmonauten gewappnet sein, und dieses Training dazu findet im Schwarzen Meer statt. Die russischen Soyouz-Raumschiffe werden als Zubringerraumschiffe als auch als Rettungsboote für die Internationale Raumstation ISS benötigt. Und jeder Astronaut, der in nächster Zeit zur ISS fliegen wird, muss dieses Training absolvieren. 

Die Erfahrungen habe ich in einem Tagebuch zusammengefasst, welches unter der Domain

http://www.odyssey.com

zu erreichen ist. Es war das erste Mal in der Geschichte der Raumfahrt, das ein ziviler Kandidat an diesem Training teilnehmen durfte. Das ich das einmal sein würde, hätte ich mir niemals auch nur im Entferntesten vorstellen können.

Anfang September 2003 habe ich die nächste Erfahrung gemacht: An Bord einer Ilyushin 76 MDK erfuhr ich während eines Parabelflugs von Star City (Sternenstädtchen) das Gefühl der Schwerelosigkeit, und einen Tag später in der Zentrifuge während eines Höllenritts genau das Gegenteil.

Im März 2004 folgte der nächste Streich: An Bord einer MIG 25 wurde ich in eine Höhe von 32.000 Kilometern mit  mit Mach 3.2 gebracht, um zu sehen, das der Himmel schwarz ist und die Erde weit unter mir. Auch von diesem Abenteuer gibt es ein Tagebuch.


www.space-odyssey.com
 


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