Mission Cassini - Huygens

Cassini/Huygens Mission - JPL/ESA/NASADie Cassini-Huygens-Mission wurde nach zwei bedeutenden Astronomen des siebzehnten Jahrhunderts benannt: dem italienisch- französischen Astronomen Jean-Domenico Cassini (8.6.1625 - 14.9.1712) und dem holländischen Astronomen Christiaan Huygens (14.4.1629 - 8.7.1695), der Titan im Jahre 1655 entdeckte.

Das Hauptziel der Huygens-Mission besteht darin, die Zusammensetzung und Dynamik der Titan-Atmosphäre vor Ort zu untersuchen. Dafür verfügt Huygens über sechs wissenschaftliche Instrumente. Sie ermöglichen es, das physikalische und chemische Profil der Atmosphäre zu bestimmen, aufgefangene Aerosole zu analysieren, Fotos und Spektren der Wolken und der Oberfläche zu gewinnen, die zonalen Winde zu messen und die Bodenverhältnisse zu bestimmen.

Cassini/Huygens ist ein europäisch-amerikanisches Gemeinschaftsunternehmen. Während der Saturnorbiter Cassini in den USA entstand, wurde die Tochtersonde Huygens für den Eintritt in die Titan-Atmosphäre im Auftrag der Weltraumorganisation ESA, Paris, von einem europäischen Firmen-Konsortium unter maßgeblicher Beteiligung der Dornier Satellitensysteme GmbH (DSS), ein Unternehmen im Daimler Benz Aerospace-Konzern (DASA,München), entwickelt und gebaut. Die DSS zeichnet sich dabei als Partner des französischen Raumfahrtunternehmens Aérospitale verantwortlich für Entwicklung, Bau und Test des Subsystems zur Thermalkontrolle aus. Die DSS integrierte und testete ferner in ihren Reinräumen in Ottobrunn bei München das Strukturmodell (STMP), das Elektronikmodell (EM) und die Flugeinheit (FM).

 

Huygens-Probe - JPL/ESA/NASA

 

Huygens soll der "erste Europäer" sein, der auf einen anderen Himmelskörper gelangt. Im November 1997 wurden Cassini und Huygens gemeinsam auf der Spitze einer Titan/Centaur- Rakete von Cape Canaveral aus ins All gestartet. Im November 2004 wird das Gespann den Saturn erreichen. Zuvor wird es im April 1998 und Juni 1999 zweimal nahe an der Venus vorbeifliegen, um die Reisegeschwindigkeit für den langen Weg zum Riesenplaneten zu erhöhen. Diesem Ziel dient auch ein erneuter Abstecher zur Erde im August 1999 und zum Riesenplaneten Jupiter im Januar des Jahres 2001.

Nach weiteren vier Jahren schwenkt das Raumsonden-Tandem eine Saturnumlaufbahn ein. Nochmals 150 Tage später soll sich die Huygens-Tochtersonde vom Cassini-Orbiter abtrennen, um im freien Fall in die Titan-Atmosphäre zu rasen.

Während der siebenjährigen Flugzeit von der Erde zur fernen Saturnwelt ruhen die Instrumente auf Huygens - von gelegentlichen Zustandsprüfungen abgesehen. Erst eine Stunde vor Erreichen der oberen Atmosphärenschichten aktiviert ein interner Zeitgeber die Sonde, die eine Masse von rund 340 Kilogramm besitzt. Ein keramisches Hitzeschutzschild mit einem Durchmesser von 2,7 Meter wird die beim Eintritt in die dichteren Atmosphärenschichten auftretenden Temperaturen von bis zu 12.000 Grad Celsius von den Instrumenten fernhalten. In 170 Kilometern Höher über der Titan-Oberfläche wird das Hitzeschild abgesprengt.

 

Huygens Landung - ESA/Visulab

Der Abstieg der Raumsonde erfolgt an Fallschirmen und dauert voraussichtlich zweieinhalb Stunden. Spezielle Batterien garantieren in dieser Phase die Energieversorgung der Geräte mit einer Leistung von 750 Watt. Während dieser Phase werden sechs Instrumente die physikalisch-chemischen Verhältnisse in der Titan-Atmosphäre messen und das dynamische Verhalten der Wolken und Dunstschichten untersuchen. Hinzu werden rund tausend Bilder einer Multispektralkamera an Bord von Huygens kommen. Ein kleiner Bordsender überträgt die von den Experimenten gesammelten Informationen mit einer Datenrate von acht Kilobit pro Sekunde zum Cassini-Orbiter, der sie mit der Hauptantenne empfängt, an Bord speichert und später zur Erde sendet.

 

Huygens in Titanatmosphäre - ESA/VisulabSollte die Sonde den Aufschlag überstehen, wird wohl einige Minuten später die eisige Umgebungstemperatur von fast minus 180 grad Celsius die Sonde außer Betrieb setzen. Die Forscher erwarten, daß Huygens während des Abstiegs durch die Atmosphäre starken atmosphärischen Turbulenzen ausgesetzt wird. Modellrechnungen lassen Seitenwinde von 250 Kilometer pro Stunde erwarten. Ein Hauptziel des "Doppler-Wind Experiments" wird es sein, die Richtung und Stärke der zonalen Winde zu bestimmen. Das geschieht durch extrem präzise Messungen der Frequenzverschiebung (Doppler-Verschiebung) des von Huygens zum Cassini-Orbiter gesendeten Radiosignals. Die Messung soll es ermöglichen, ein Höheprofil der Windgeschwindigkeit über einen Bereich von 160 Kilometer zu erstellen. Die beteiligten Wissenschaftler hoffen, die durch atmosphärische Turbulenzen beeinflußten Bewegungen der Sonde mit einer Genauigkeit von weniger als ein Meter pro Sekunde bestimmen zu können.

 

Cassini/Huygens Spacecraft - JPL/ESA/NASADas kann nur durch ein extrem stabiles Trägersignal des Radiotransmitters erreicht werden. Die Frequenzstabilität (0,4 Hz im S-Band) des Transmitter wird durch den Einsatz eines ultrastabilen Rubidium-Oszillators (Ultrastabe Oscillator) garantiert, der bei der DSS in Ottobrunn bei München entwickelt und gebaut wurde. Eine baugleiche Einheit mit einer Masse von rund 1,9 Kilogramm befindet sich im Empfänger des Cassini-Orbiters, in dem die Frequenzmessungen zwischengespeichert werden.

Zusätzlich wird das Experiment den Forschern Informationen über das dynamische Verhalten von Huygens (zum Beispiel Rotationsrate, Rotationslage) während des Abstiegs durch die dichte Stickstoffatmosphäre liefern. Dadurch wird auch die Interpretation der Daten anderer wissenschaftlicher Instrumente auf Huygens erleichtert. Sollte Huygens den Aufprall auf die Oberfläche überleben, wird es mit Hilfe des Doppler-Wind Experimentes möglich sein, den genauen Absturzort zu bestimmen. Insgesamt sechs Ultrastable Oscillators (USOs) wurden bei der DSS gebaut und umfangreien Struktur- Wärme- und pyrotechnischen Tests unterzogen.

Eine besondere Herausforderung beim Bau der USOs ist der Eintritt der Sonde in die Titanatmosphäre. Dabei werden alle Instrumente an Bord kurzzeitig dem 16fachen der Erdbeschleunigung ausgesetzt sein. Das ist ein Mehrfaches dessen, was ein Mensch vertragen könnte. Es muß ausgeschlossen werden, daß die hohe mechanische Belastung zu einer Deformation der Schwingquarze führen kann. Auch Veränderungen durch die Zunahme des Atmosphärendrucks während der Landung dürfen den Rubidium-Oszillator nicht beeinflussen. Gegen die Strahlenbelastung beim Durchfliegen der Jupitermagnetosphäre wurden die auf Cassini und Huygens mit einer etwa ein Millimeter dicken Schicht des Metalls Tantalum ummantelt. Dieser Strahlungsschutz macht immerhin zehn Prozent der Gesamtmasse der USO´s aus.

Noch lange nachdem Huygens verstummt sein wird, soll Cassini weiter Daten zur Erde senden. Geplant ist, daß der Orbiter noch bis zum Jahr 2008 seine Runden um den Ringplaneten zieht und dabei noch mehrmals Titan, die zahlreichen kleineren Eismonde und den ringgeschmückten Planeten selbst aus einigen tausend Kilometern Distanz sondiert. Dabei wird Cassini unter anderem nach Gründen für die überraschend glatte Eisoberfläche des Saturnmondes Enceladus suchen. Die für seine "Brüder und Schwestern" so typischen Krater scheinen völlig zu fehlen. Die Planetenforscher wollen Anzeichen für tektonische Prozesse suchen, die vor nicht allzu langer Zeit alle "Narben" aus der Vergangenheit eingeebnet haben hönnen.

Japetus heißt ein anderer Mond, der mindestens so mystriös ist. Eine Hemisphäre ist so dunkel wie Asphalt, die andere so hell wie frischgefallener Schnee. Auch der kleine Mond Tethys gehört zu den Objekten, die auf dem Erkundungsplan der Forscher ganz oben stehen. Die Fotos der Voyager-Raumsonden lassen tiefe Brüche erahnen. Vielleicht hatte eine Kollision mit einem Asteroiden ihn fast zerissen. Unklar ist bislang auch, ob der im ganzen Sonnensystem einmalige Saturnring auf ähnliche Weise entstanden ist, oder ob es sich vielleicht um das Baumaterial eines unvollendet gebliebenen Mondes handelt.

Wenn Sie wissen wollen, wo Cassini im Moment ist, -besuchen Sie den Flugbahnsimulator der Sternenmissionen. Hier können Sie genau die Flugbahn der Raumsonde Cassini verfolgen.

 

Durchflug Huygens durch die Titan-Atmosphäre: Titan-Sound (MP3-File 444kb)

Radar-Doppler-Echos von Titan´s Oberfläche während Huygens-Abstieg: Radar-Sound (MP3-File 443kb)

14.01.2005: Huygens landet auf Titan

14. Januar 2005
ESA PR 03-2005. Nach ihrem siebenjährigen Gemeinschaftsritt mit Cassini durch das Sonnensystem ist die ESA-Sonde Huygens heute wie geplant durch die Atmosphäre des größten Saturnmondes, Titan, abgestiegen und sicher auf seiner Oberfläche gelandet.
 
Huygens Bild während des Abstiegs - Höhe 8 KilometerDie ersten wissenschaftlichen Daten erreichten das Europäische Raumflugkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt heute Nachmittag um 17.19 Uhr MEZ. Huygens ist der erste erfolgreiche Versuch der Menschheit, eine Sonde in einer anderen Welt im fernen Sonnensystem zu landen. „Dies ist eine großartige Leistung für Europa und seine amerikanischen Partner bei dem ehrgeizigen Unterfangen, das System des Saturn zu erforschen“, sagte ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain.

20 Tage nach ihrer Abtrennung von der Muttersonde Cassini am 25. Dezember hat Huygens nach einem Alleinflug über 4 Millionen km die äußere Atmosphäre des Titan erreicht. Um 11.13 Uhr MEZ begann sie in etwa 1 270 km Höhe über Titan ihren Abstieg durch dessen dunstige Wolkendecke. In den folgenden drei Minuten mußte die Sonde zunächst von 18 000 auf 1 400 km/h abbremsen.

Mit Hilfe einer Reihe von Fallschirmen wurde ihre Geschwindigkeit dann auf unter 300 km/h verringert. In rund 160 km Entfernung von der Oberfläche wurden die wissenschaftlichen Instrumente der Sonde ausgefahren und der Atmosphäre des Titan ausgesetzt. In 120 km Höhe wurde der Hauptfallschirm abgeworfen und durch einen kleineren ersetzt, um den Abstieg fortzusetzen; Huygens’ Aufsetzen auf der Oberfläche des Titan war für 13.34 Uhr MEZ vorgesehen. Huygens Bild während des Abstiegs auf Titan - Höhe 16.2 KilometerDie ersten Daten weisen darauf hin, daß die Sonde heil gelandet ist, mit großer Wahrscheinlichkeit auf einer festen Oberfläche.

Vier Minuten nach ihrem Eintritt in die Atmosphäre hat die Sonde mit der Übertragung ihrer Daten an Cassini begonnen und dies nach ihrer Landung mindestens so lange getan, wie sich die Muttersonde über dem Horizont des Titan befand. Die erste Meldung, daß Huygens „am Leben“ war, kam vom Green-Bank-Teleskop im US-Bundesstaat West Virginia, das bereits um 11.25 Uhr MEZ ein schwaches, aber eindeutiges Funksignal von Huygens aufgefangen hatte. Radioteleskope auf der Erde registrierten dieses Signal noch lange nach Ende der erwarteten Lebensdauer der Sonde.

Die von Cassini weitergeleiteten Huygens-Daten wurden vom Bodenstationsnetz der NASA für interplanetare Missionen empfangen und unverzüglich ans ESOC gesandt, wo derzeit ihre wissenschaftliche Auswertung im Gange ist.

Huygens auf Titan - Eisblöcke im Landefeld„Titan war von jeher das Ziel im System des Saturn, bei dem der Bedarf an unmittelbar von einer Sonde erfaßten Daten sehr wichtig ist“, sagte Professor David Southwood, der Wissenschaftsdirektor der ESA. „Wir werden uns mit einer faszinierenden Welt beschäftigen und warten nun gespannt auf die wissenschaftlichen Ergebnisse.“

„Alle Huygens-Wissenschaftler sind begeistert. Das lange Warten hat sich gelohnt“, meinte der Huygens-Missionsleiter der ESA, Dr. Jean-Pierre Lebreton. Mit Huygens soll erstmals vor Ort eine gründliche Analyse der Chemie der Titanatmosphäre vorgenommen werden; auch soll die Sonde die ersten Photos von der verborgenen Oberfläche des Titan aufnehmen und einen detaillierten „Wetterbericht“ erstellen.

Einer der Hauptgründe für die Entsendung von Huygens zum Titan ist die Möglichkeit, daß dessen stickstoff- und methanreiche Atmosphäre und seine Oberfläche chemische Eigenschaften aufweisen, die denen der Erde in ihrem frühen Stadium ähneln. In Kombination mit den Beobachtungen der Muttersonde Cassini wird Huygens völlig neue Erkenntnisse über den geheimnisvollen Saturnmond liefern.

„Der Abstieg durch die Titanatmosphäre war eine einmalige Gelegenheit, und der Erfolg heute zeigt, daß unsere Partnerschaft mit der ESA ein exzellenter Entschluß war“, freute sich der beigeordnete NASA-Administrator für Wissenschaft, Alphonso Diaz.

Die Mission Cassini/Huygens ist ein Gemeinschaftsvorhaben der NASA, der ESA und der italienischen Raumfahrtagentur ASI. Das Jet Propulsion Laboratory (JPL), eine Abteilung des California Institute of Technology in Pasadena, leitet die Mission im Auftrag des NASA-Büros für Weltraumwissenschaft in Washington. Der Cassini-Orbiter wurde vom JPL entworfen, entwickelt und gebaut.

„Die hervorragende Teamarbeit in Europa und den USA zwischen Wissenschaftlern, der Industrie und den Raumfahrtagenturen war der Grundstein für den Riesenerfolg, den wir heute feiern“, schloß Jean-Jacques Dordain.

Die Timeline der Landung

  • 6.51: Einschalten des Timer an Bord von Huygens zum Einschalten der bordeigenen Stromversorgung

Gesteuert von einem Timer wird die an Bord befindliche Elektronik eingeschaltet und der Transmitter wird in einen "Low Power Mode" gesetzt, um den Beginn der Übertragung zu sichern.

  • 11.13: Huygens erreicht Eintrittshöhe

Die Sonde beginnt in einer Höhe von 1.270 Kilometern über der Oberfläche des Titan mit dem Eintritt in die Atmosphäre

  • 11.17: Pilot-Fallschirm öffnet sich

Der Pilot-Fallschirm wird geöffnet, wenn Huygens festgestellt hat, das die Geschwindigkeit 400 Meter pro Sekunde beträgt, in 180 Kilometern Höhe über der Oberfläche des Titan. Der Pilot-Fallschirm ist der kleinste der Fallschirme der Sonde, nur 2.6 Meter im Durchmesser. Er wird dazu verwendet, um Huygens Schutzmantel später abzuwerfen, welcher Huygens von er Reibungshitze schützen soll während des Eintritts in die Atmosphäre.

2.5 Sekunden nachdem der Pilot-Fallschirm geöffnet ist, wird die Schutzhülle abgeworfen und der Pilotfallschirm gelöst, der die Schutzhülle von Huygens wegzieht. Der Hauptfallschirm mit einem Durchmesser von 8,3 Meter wird geöffnet.

  • 11.18: Huygens beginnt mit der Übertragung zu Cassini und der Front-Schild wird abgeworfen

In einer Höhe von 160 Kilometern über der Oberfläche des Titan wird der Front-Schild gelöst. 42 Sekunden nachdem sich der Hauptfallschirm geöffnet hat, öffnet Huygens den Gas Chromatograph Mass Spektrometer und die Aerosol Collector Pyrolyser-Instrumente, die Hauptinstrumente Huygens beginnen zu arbeiten. Dabei wird der Descent Imager/Spectral Radiometer das erste Panoramabild einfangen und weitere Bilder aufnehmen. Das wissenschaftliche Oberflächeninstrument wird angeschaltet, welches während der Landephase schon die atmosphärische Zusammensetzung messen wird.

  • 11.32: Hauptfallschirm wird abgeworfen und der Landefallschirm wird entfaltet.

Der Landefallschirm besitzt einen Durchmesser von 3 Meter. In einer Höhe von 125 Kilometern wird der große Fallschirm Huygens abbremsen, das die Batterien keinen Schaden beim Aufsetzen auf die Oberfläche erleiden. Der Landefallschirm wird die Sonde an den genauen Zielpunkt führen, damit die Sonde während des Abstiegs soviel Daten wie möglich sammeln kann.

  • 11.49: Gas Chromatograph Mass Spektrometer sammelt Atmosphäre

Dies ist das letzte Instrument, welches angeschaltet wird. Der Eintritt dauert ungefähr 137 Minuten, plus oder minus 15 Minuten. Während des Eintritts wird Huygens zwischen 1 und 20 Mal pro Minute rotieren, um der Hauptkamera Panoramabilder zu ermöglichen.

  • 13.30: Eintritts-Bild/Spektral Radiometer Kamera wird eingeschaltet

Nahe an der Oberfläche, Huygens Kamera Instrument schaltet ein Licht an. Dieses Licht im Einzelnen ist sehr wichtig für das Spektral-Radiometer, um die Oberflächenzusammensetzung zu studieren.

  • 13:34: Touchdown auf der Oberfläche

Die Landezeit kann variieren zwischen plus oder minus 15 Minuten, je nachdem die Atmosphäre die Sonde abgebremst hat, oder wie stark die umgebenden Winde sind. Huygens wird mit einer Geschwindigkeit von 5 - 6 Metern pro Sekunde auf die Oberfläche treffen. Dabei kann Huygens auf einer harten Oberfläche, auf Eis oder in einem See landen. In jedem Fall ist Huygens Wissenschafts-Pack dafür entwickelt worden, alle Möglichen Oberflächenstrukturen zu untersuchen.

  • 15.44: Cassini stoppt das Sammeln von Daten

Huygens Landestelle befindet sich im horizontalen Blickwinkel von Cassini. Nachdem Huygens aus der Sichtweite von Cassini verschwunden ist, stoppt Cassini die Datenübertragung. Jedoch wird Cassini so lange als möglich ein Signal mit Huygens aufrecht erhalten. Wenn Huygens Landeplatz aus dem Horizont verschwindet, wird sich keine Möglichkeit mehr bieten, ein Signal von Huygens zu Cassini zu übertragen. Die Arbeit der europäischen Landesonde ist beendet.

  • 16.14: Erste Daten werden zur Erde gesendet

Als erstes dreht Cassini die Hochleistungsantenne in Richtung Erde und sendet dann das erste Paket von Daten. Um die Daten von Cassini zu erhalten, "lauschen" auf der Erde riesige Radioteleskope, damit keinerlei Daten von Huygens verloren gehen.

* Alle angegebenen Zeiten sind erdbezogene Zeiten. 67 Minuten vorher haben die Events von Huygens stattgefunden. Die Radiosignale bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit und brauchen 67 Minuten, bis sie die Erde erreichen.

Weitere Websites zur Huygens Landung:

Huygens auf Titan - Copyright by Michael Böhme

 

 

 

Wenn Sie mehr Informationen über die Cassini-Mission suchen, vergessen Sie nicht, die Cassini-Homepage bei JPL/NASA zu besuchen.

7 years - journey to Saturn and his Moons!
Cassini-Huygens Mission Homepage

 

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