Der dritte Mann auf dem Mond starb bei einem Motorradunfall
(10.07.99)
Charles P. "Pete" Conrad, der dritte
Mensch der auf dem Mond spazieren ging, starb am Donnerstag in einem Hospital in
Californien in Folge eines tragischen Motorradunfalles. Er wurde 69 Jahre alt. Conrad und
seine Frau befanden sich auf einer Reise nach Monterney (Californien) mit einigen
Freunden. Während des Abbiegens kollidierte sein Motorrad mit einem entgegenkommenden
Fahrzeug. Später verstarb er an inneren Verletzungen im Krankenhaus. Conrad
schrieb Geschichte, als er am 19. November 1969 als Commander der Apollo 12 Mission zusammen mit dem
Astronauten Alan Bean die Mondlandefähre "Intrepid" im "Ozean der
Stürme" auf dem Mond landete. Apollo 12 war die zweite Mission von insgesamt
6 Mondlandungen. Einige Stunden später stieg Conrad aus der Landefähre aus und betrat
den Mond. In Anlehnung an Neil Armstrongs historischem Satz "One small step ..."
sagte Conrad: "Whoopee! Man, that may have been a small step for Neil, but that´s a
long one for me." (Mensch, das mag ja ein kleiner Schritt für Neil (Armstrong)
gewesen sein, aber dies ist ein riesiger Schritt für mich!". Conrad und Bean
unternahmen zwei Ausflüge während dieser Mission von insgesamt 8 Stunden Dauer. Charles
Conrad wurde nach seiner Laufbahn als Navy-Test-Pilot und Flug-Lehrer 1962 ins
amerikanische Astronauten-Korps aufgenommen. Er flog die Gemini 5 Mission als Co-Pilot von
Gordon F. Cooper. Im August 1965 verbrachten sie beide 8 Tage im Orbit, bis dahin ein
absoluter Rekord. Conrad befehligte die Gemini 11 Mission im September 1966. Er und sein
Co-Pilot Richard Gordon vollzogen innerhalb dieser Mission das schnellste und höchste
Rendezvous und Andockmanöver in einer Höhe von 850 Kilometern über der Erde. Im
November 1969 flog er zusammen mit Richard Gordon und Alan Bean zum Mond. Seinen letzten
Weltraumflug absolvierte er 1973 als erster Commander der Crew, die als erste in der
damaligen Raumstation "Skylab" lebte
und arbeitete. Hierbei wurden Reparaturen an der schwer angeschlagenen Skylab-Raumstation
vollzogen, die 11 Tage zuvor in den Orbit befördert worden war. Conrad und seine
Crew verbrachten bei der ersten Skylab-Mission 28 Tage im All. 1974 verließ er die NASA
und die Navy und machte Karriere in der privaten Industrie.
[Quelle: NASA Press-Release 99-79 v. 9. Juli
99. Übersetzung: A.B.]
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